Donnerstag, 29 August 2019 09:20

Ein vergeigtes Spiel verhindert bessere Platzierung.

geschrieben von Andreas Steuber
Ein vergeigtes Spiel verhindert bessere Platzierung. litho
Beim POT-Cup 2019 in Göttingen vom Ausrichter MTV Geismar spielten die HSG-Mädels ein überzeugendes Turnier.
 
Der sehr frühe Turnierstart am Sonntag morgen um 9:00 Uhr lag den Spielerinnen jedoch nicht besonders. Gegen die HSG Plesse-Hardenberg fand die Mannschaft trotz eines schnellen Führungstreffers durch Leonie Umbach nie zur normalen Form. Der Gegner lag ab dem 1:2 stets in Front, ohne jedoch spielerisch zu überzeugen. Zwar erarbeiteten sich die Vereinigten zahlreichen Tormöglichkeiten, 4 vergebene Konter sowie ein verworfener Siebenmeter waren jedoch bei einer Spielzeit von 15 Minuten zuviel. So verlor das Team unnötig mit 4:8 und verspielte schon frühzeitig die Chance auf den Einzug ins Halbfinale. Entsprechend deutlich fielen die Worte des Trainers nach dem Spiel in der Kabine aus.
 
Wer das erste Spiel verfolgt hatte rechnete sicher nicht damit dass die Worte des Trainers fruchten würden und diese Niederlage auch schon die einzige an diesem Turniertag bleiben sollte.
 
Als zweiter Gegner der Vorrunde stellte sich mit Dittershausen/Waldau/Wollrode der Titelverteidiger und Landesligavertreter als haushoher Turnierfavorit vor. Dieser Gegner besiegte die Vereinigten sowohl in der zurückliegenden Saison als auch bei der Oberligaqualifikation im Frühjahr jeweils deutlich. Hier zeigten sich unsere Mädels jedoch hellwach. Von Beginn an arbeitete die Abwehr aggresiv und liess dem starken Dittershäuser Rückraum kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Einzig über die Aussenpositionen und über den Kreis gelangen dem Favoriten Treffer. Der Angriff blieb geduldig, wurde von Johanna Pfeiffer gut strukturiert und erspielte sich schöne Einwurfmöglichkeiten, die in diesem Spiel auch sicher verwertet wurden. Insbesondere jedoch die niedrige Fehlerquote im Passpiel und in der Vorwärtsbewegung brachte den Favorit gehörig ins Wanken und das 5:5 am Ende fühlte sicher eher wie ein Sieg an. Leider reichte der schöne Erfolg nicht fürs Halbfinale sondern nur für die Platzierungsspiele.
 
Hier traf das Team als erstes auf die JSG Staufenberg/Heiligenrode. Diese Mannschaft spielt in der Bezirksliga im Bezirk Kassel/Waldeck und wurde mit 7:2 deutlicher besiegt als es das Ergebnis aussagt. Gefragt war eine geduldige Abwehr, da der Gegner ermüdend lange Angriffe spielte. Die eroberten Bälle wurden aber auch in diesem Spiel souverän verwertet.
 
Im letzten Spiel gegen die JwSG Baunatal/Böddiger, einen Klassenkameraden der neuen Saison, folgte zum Abschluss des Turniers erneut eine starke Leistung. Von Beginn an in Führung liegend schraubten Neele Niemeyer, Leonie Umbach,  Paula Unseld und Co das Ergebnis kontinuirlich in die Höhe und feierten einen überragenden, auch in der Höhe völlig verdienten 11:6 Erfolg.
 
Zwar brachte das am Ende nur Platz 5, jedoch die Erkenntnis dass die Mannschaft in der Vorbereitung hervorragend gearbeitet hat. Insbesondere wenn man berücksichtigt dass mit Maite Heyen, Sophia Steuber, Maleen Fischer, Marie Vöhl und Marie Koch ( Neuzugang aus Harleshausen ) zahlreiche gute Spielerinnen nicht am Turnier teilnehmen konnten.
 
In Göttingen spielten: Lea Körner ( Tor ), Neele Niemeyer 9/3, Leonie Umbach 5, Paula Unseld 5, Imke Mette 3, Amelie Lindemann 2, Lia Frank 2, Anna Blaschke 1, Johanna Pfeiffer, Lana Lizan